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Polen: Neues Gesetz über erneuerbare Energiequellen weckt Bedenken
01.02.2012
Das Polnische Wirtschaftsministerium hat Ende Dezember 2011 den ersten Entwurf des neuen Gesetzes über erneuerbare Energien vorgelegt.
Kategorie: de_Allgemein
Erstellt von: bnt Nuernberg
Der Gesetzentwurf sieht vor, das gegenwärtige Fördersystem für erneuerbare Energien zu ändern, weil es zu teuer sei. Auch in der Branche selbst gibt es kritische Stimmen gegen das System in seiner derzeitigen Form. Der Entwurf eines neuen EE-Gesetzes behält das System der Herkunftszertifikate verschiedener Farben zwar bei, passt jedoch gleichzeitig die Höhe der Förderung an die Rentabilität der jeweiligen Energiequelle an. Das neue System soll dabei stärker die Technologien fördern, die unter den jetzigen Bedingungen benachteiligt sind, wie z.B. Photovoltaik. Weniger gefördert werden dagegen die Energiegewinnung aus Wind, Wasser und Mitverbrennung. Das neue Gesetz sieht dabei auch Korrekturfaktoren bei der Vergabe von Zertifikaten vor. Energiequellen, die schneller Gewinn bringen, sollen nur Teil-Zertifikate erhalten (z.B. 0,7 eines Zertifikats für jede Kilowattstunde). Weniger Gewinn bringende Energiequellen erhalten dagegen mehr als ein Zertifikat pro Kilowattstunde. Das neue Fördersystem soll auch für Betreiber von bereits bestehenden Energiequellen gelten. Der Gesetzesentwurf wird nun zwischen den Ressorts beraten. Für das Jahr 2012 ist also ein politisches Ringen um den Funktionsrahmen der erneuerbaren Energien zu erwarten. Das Ergebnis wird für die weitere Entwicklung der erneuerbaren Energien in Polen entscheidend sein.
